Die Volksverdummung durch die CDU geht weiter

Dass Jens Spahn ein großer Wirtschaftsexperte ist, wussten wir schon länger. Nun aber hat er sich in die Riege der obersten Naivlinge eingereiht. Nicht mehr unterscheidbar von den bayrischen Landmännern oder den schwäbischen Hausfrauen. 

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau sagt Spahn zunächst, man müsse sparen, jedenfalls so lange, wie es kein Wachstum gebe. Das ist genial! Auf die Idee, dass es kein Wachstum gibt, weil zu viele sparen, wird er wohl die nächsten tausend Jahre nicht kommen. 

Dann aber folgt der ganz große Klopper: „Es bleibt bei dem einfachen Grundsatz: Man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man einnimmt.“ Ich habe vor drei Tagen schon dazu geschrieben: „Ja, so ist es, weil es idiotischerweise auf dieser Welt immer welche gibt, die Geld haben, das sie nicht ausgeben, muss es welche geben, die Geld ausgeben, das sie nicht haben.“

Man sieht an diesem Beispiel wiederum sehr schön: Es ist nicht Unwille oder ideologische Verbohrtheit, die zu solchen unsinnigen Urteilen führen. Es ist schlicht ein Mangel an fundamentalem ökonomischem Wissen und die Unfähigkeit, logisch zu denken, die zu solchen Fehlschlüssen führen. 

Weil die Ökonomen ihr eigenes Fach mit Füßen treten und die Unternehmerlobby dominiert, traut sich jeder konservative Politiker, seine naive einzelwirtschaftliche Sichtweise dem Volk um die Ohren zu hauen. Gäbe es auch nur drei bis vier aufgeklärte Journalisten in wichtigen Medien, könnte man einen solchen Unsinn einfach nicht verzapfen. Das System stabilisiert sich durch gegenseitige Unfähigkeit; die Unfähigen retten tagtäglich die Unfähigen.